Knorpeltherapie

Bei sportlichen Aktivitäten kann es durch Unfälle, Überlastungen oder Gelenkinstabilitäten zu Knorpelverletzungen kommen. Früher konnten diese kaum therapiert werden. Dank neuer Erkenntnisse und moderner Operationsverfahren kann die Knorpelchirurgie heute sehr gute Ergebnisse erzielen. Die gelenkserhaltenden Therapien können den Sportlern helfen, den Weg zurück in den Sport zu finden. Allerdings sind nicht alle Formen der Knorpeltherapie gleich sinnvoll, so werden einige auch nicht durch die Krankenkasse oder Unfallversicherung übernommen.

Das Ärzteteam des Orthopädischen Zentrums Münsingen führen alle etablierten Operationen je nach Grösse des Knorpeldefektes entweder arthroskopisch oder offen durch. Gleichzeitige Knochenumstellungsoperationen zur Optimierung der Lastachsen (Biomechanik) und langfristigen Entlastung oder stabilisierende Operationen an Bändern und Sehnen sind häufig.
Zu den aktuellen Standardverfahren gehören Débridement und Mikrofrakturierungen, das Auffüllen von Knochendefekten mit autologer Knochenspongiosa sowie die AMIC (Autologe Matrixinduzierte Chondrogenese) Technik. Letztere ist ein modernes Operationsverfahren zur Behandlung von geschädigten oder fehlendem Knorpel. Dabei wird nach der Vorbereitung von Knochen und Knorpel eine Membran in den Defekt gelegt und angeklebt oder angenäht, damit die aus dem Knorpel austretenden natürlichen Reparationszellen den Defekt in einer Art Selbstheilung reparieren.

Wechseloperationen

Dank kontinuierlichen Verbesserungen der Operationstechniken sowie der qualitativ hochstehenden Materialien und Werkstoffe für die künstlichen Gelenke (Prothesen) beträgt die Lebensdauer einer Knie- oder Hüftprothese circa 15-20 Jahre. Danach kann es zu einer Lockerung kommen, welche bei Beschwerden einen Prothesenwechsel nötig macht. Auch wenn die Komponenten der Prothese ideal gleiten, entsteht ständig ein feiner Abrieb. Dieser führt zu einer Abwehrreaktion des Körpers und kann im weiteren Verlauf eine Auslockerung der Prothese hervorrufen.

Umfangreiche Abklärungen mit Röntgen und zusätzlichen Untersuchungen wie eine Szintigrafie oder Gelenkspunktionen sind in diesem Fall erforderlich. Der Revisionseingriff wird danach anhand der Befunde geplant. Es werden nur die lockeren oder abgenutzten Teile ersetzt.
Bei komplexen Defekten am Knochen oder nicht mehr stabilen Bändern kommen spezielle Prothesen zum Einsatz.

Sowohl die Operation wie auch die Nachbehandlung gestalten sich in der Regel etwas aufwändiger als die Erstoperation. Aber dank der modernen Revisionsprothesen und einer engen Zusammenarbeit mit der Physiotherapie sind Sie nach dem Eingriff bald wieder beschwerdefrei.

Kreuzbandriss

Bei einem Riss des (meist) vorderen Kreuzbands kann je nach Aktivität des Patienten eine Operation durch ein gezieltes Physiotherapieprogramm vermieden werden. Bei sehr aktiven Sportlern oder bei nachweislichen Instabilitäten empfehlen wir nach wie vor eine Operation.

Die Orthopäden des Orthopädischen Zentrums Münsingen bieten die bewährten und gängigen Operationstechniken an.

Arthroskopische Eingriffe

Unter arthroskopischen Eingriffen versteht man ein minimalinvasives Verfahren (Gelenkspiegelung), welches auch bei Knieproblemen standardmässig eingesetzt wird. Aufgrund des komplexen Aufbaus des Kniegelenks ergeben sich viele Pathologien, die unfallbedingt, aber auch durch Abnutzung auftreten können. Zu den häufigsten Operationen gehören Eingriffe bei Meniskus- und Kreuzbandläsionen.

Kniechirurgie bei Patellainstabilitäten

Störungen im Bereich des patellofemoralen Gelenks sind Ursache von vielen unterschiedlichen Beschwerden rund um das Knie. Die Arthrose der Kniescheibe ist eine der am schwierigsten zu therapierenden Erkrankungen am Bewegungsapparat.

Dank dem Wissenszuwachs der letzten Jahre können mit speziellen Operationen (Achsenkorrekturen, Trochleaplastiken, PF-Prothesen, etc.) bei Instabilitäten der Kniescheibe oder isolierten Arthrosen einzelner Gelenkanteile sehr gute Resultate erreicht werden. Die Abklärungen sind aufwändig, die Rehabilitation anspruchsvoll.

Operative Eingriffe

Es steht Ihnen eine Operation bevor? Als Belegärzte am Spital Münsingen profitieren wir von der gesamten Infrastruktur und einem eingespielten Team im Operationssaal. Ob allgemein, privat oder halbprivat versichert: In jedem Fall erhalten Sie den besten Service und eine persönliche Betreuung vor, während und nach der Operation.

Arthrose

Die Arthrose („Gelenkverschleiss“) bedarf einer individuell an den Patienten angepassten Behandlung. Die Stufentherapie beginnt mit allgemeinen Massnahmen wie Physiotherapie, Erlernen von Verhaltensänderungen im Alltag sowie Reduzierung von Bewegungsmangel und Körpergewicht durch Training.
Es stehen diverse Medikamente und Medikamentenzusätze zur Schmerzreduktion und Entzündungshemmung zur Verfügung, welche teilweise in das betroffene Gelenk gespritzt werden (siehe Infiltrationstherapien). Je nach Versicherungsmodell und Krankenkasse müssen einige dieser Medikamente selber bezahlt werden.

Kann mit konservativen Massnahmen keine ausreichende Schmerzreduktion erzielt werden oder ist die Arthrose bereits zu weit fortgeschritten, muss eine operative Therapie erfolgen. Der kleinstmögliche erfolgsversprechende Eingriff erfolgt individuell angepasst mit dem Ziel, das Gelenk solange wie möglich zu erhalten. Die Möglichkeiten reichen von einer Gelenkspiegelung mit Knorpelbehandlung über gelenkerhaltende Achsenkorrekturen bis hin zu einem Teil- oder totalen Gelenkersatz bei weit fortgeschrittener Erkrankung.

Prothetik

Ist ein Gelenk aufgrund einer Arthrose so weit geschädigt, dass keine gelenkserhaltende Operation mehr durchgeführt werden kann, muss es durch ein künstliches Gelenk ersetzt werden. Das Einbringen einer Totalprothese wird als eine der erfolgreichsten Operationen überhaupt beurteilt.

Das Ärzteteam vom Orthopdäsichen Zentrum Münsingen operiert unter Verwendung der modernsten Materialien und Prothesen mit minimalinvasiven Techniken.

Sportorthopädie und Unfallchirurgie

Das Angebot des Orthopädischen Zentrums Münsingen umfasst sowohl die konservative als auch die operative Behandlung von Verletzungen des Bewegungsapparates. Folglich ist auch die Unfallchirurgie, d.h. die rasche Therapie nach Unfällen oder Unfallfolgen, einer unserer Schwerpunkte. Die ganzheitliche fachärztliche Begutachtung sowie bildgebende Untersuchungsmöglichkeiten erlauben uns eine gezielte, schnelle Abklärung und Diagnose Ihrer Beschwerden. Zusammen leiten wir die entsprechende für Sie geeignete Therapie ein.

Röntgen

Dank unserer diagnostischen Möglichkeiten unter einem Dach können Sie anlässlich desselben Arztbesuchs untersucht und geröngt werden und erhalten umgehend einen medizinischen Befund. Es ist uns ein Anliegen, den Patientinnen und Patienten die Röntgen Untersuchungen so angenehm wie möglich zu gestalten und die Wartezeiten kurz zu halten. Ein guter persönlicher Service für die zuweisenden Ärzte ist selbstverständlich.

Unser Angebot umfasst das konventionelle Röntgen von:

  • Skelett
  • Wirbelsäule
  • Thorax
  • Abdomen
  • Funktions- und Belastungsaufnahmen

Stosswellentherapie

Die Extrakorporale Stosswellentherapie (ESWT) ist eine moderne, sehr wirkungsvolle Behandlungsmethode, bei der energiereiche akustische Schallwellen in die schmerzenden Körperareale geleitet werden. Mit Hilfe dieser Therapie können chronische schmerzhafte Veränderungen von Sehnen, Muskeln und Knochen gezielt behandelt werden. Wir bieten im Orthopädischen Zentrum Münsingen die fokussierte Stosswellentherapie an.

Zweitmeinungen

Bei schwierigen Entscheidungen oder falls Sie sich unsicher fühlen, unterstützen wir Sie gerne mit einer Zweitmeinung. Dies ist insbesondere in folgenden Fällen sehr hilfreich:

  • Neubeurteilung von Diagnosen
  • Zweifel zu einer Therapie oder allfälligen Operation
  • Seltene Eingriffe

Selbstverständlich sind unsere Konsultationen für Zweitmeinungen nicht an weitere Verpflichtungen gebunden. Sie können frei entscheiden, bei wem Sie sich weiterhin behandeln lassen wollen und in Ruhe eine sichere Entscheidung treffen.

Infiltrationstherapien

Bei Arthrose bedingten Schmerzen wird unter anderem häufig Hyaluronsäure, ein natürlich vorkommender Bestandteil der Gelenkflüssigkeit, als Schmiermittel in den Gelenkspalt gespritzt. Ziel der Behandlung ist es, die Schmerzintensität zu verringern und die Gelenkfunktion zu verbessern.